Artikel vom 08. März 2011 aus der TZ: Gerrit Mai

Lisa Reiling (links) und Katharina Peter nahmen Jugendreferent Peter Bergmann über seinen Glauben ins Kreuzverhör. Foto: Gerrit Mai
Lisa Reiling (links) und Katharina Peter nahmen Jugendreferent Peter Bergmann über seinen Glauben ins Kreuzverhör.
Foto: Gerrit Mai
Wehrheim. Im großen Saal des evangelischen Gemeindehauses war es dunkel. An den Fenstern hingen eine große Deutschlandfahne, Länderwimpel und Fanschals der Frankfurter Eintracht oder des VfB Stuttgart. Auf der Leinwand kickten Jungs und Mädchen in weißen Trikots vor Wehrheimer Hintergrund, und aus dem Lautsprecher drangen O-Töne von der Übertragung eines Fußballspiels. Rund 60 junge, aber auch jung gebliebene, etwas ältere Gemeindemitglieder saßen – wie im Stadion – im Halbrund davor, lachten und klatschten begeistert.

Was war da los, gab es im Gemeindehaus ein «Public Viewing»? Nein, am Samstag war Jugendgottesdienst, und dessen Thema war «Reach Your Goal». In seiner Predigt übertrug Jugendreferent Peter Bergmann Trainieren, Spielen und Siegen auf den Glauben und fragte: «Welches Ziel wollt ihr erreichen, wollt ihr im Glauben weiterkommen und euch für Jesus einsetzen?»

Er übersetzte das Wort G.O.A.L auf seinem T-Shirt mit den Worten: «God offers amazing life – Gott schenkt uns ein wunderbares Leben.» Aber wie ein Fußballspieler einen Trainer brauche, habe auch ein Christ jemanden nötig, der ihn immer wieder neu auf das Ziel, im Glauben weiterzukommen, ausrichte. «Und das ist Jesus.»

Nur wenn ein Glaubender den Mut habe, aufs Spielfeld zu gehen und nicht auf der Bank sitzen zu bleiben, könne er am Reich Gottes mitwirken und dafür sorgen, dass andere etwas von Gottes Kraft erleben. Er forderte die jungen Leute auf, am Ende des Gottesdienstes genau darauf zu achten, ob sie das Gemeindehaus als Zuschauer oder als Spieler verlassen.

Bergmann erklärte, dass wie bei einem Fußballspiel in einer Gemeinde alle gebraucht werden – Stürmer und Torwart ebenso wie der Libero. Beim «Kreuzverhör» kam die Frage auf: «Und was ist, wenn alle Plätze besetzt sind?»

Seine Antwort:«Dieses Luxusproblem haben wir nicht.»

Aber falls doch, seien der Kreativität, neue Einsatzgebiete zu finden, keine Grenzen gesetzt.

Auf die Frage, was denn sein persönliches Ziel sei, antwortete Bergmann, er bringe Menschen an ihren Platz und schaue, wo andere Christen ihren Platz im Reich Gottes finden. «Dabei bin ich gut auf dem Weg, denke ich.»


Aktualisiert: 26.05.11

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